Diagnose der Laktoseintoleranz

Zur Diagnose von Laktoseintoleranz kann ein Arzt einen Wasserstoffatemtests oder einen Laktose-Belastungstests durchführen. Für die persönliche Diagnose kann ein Verzehrtagebuch geführt werden.

Diagnose der Laktoseintoleranz: Im ersten Schritt ist oft ein Verzehr-Tagebuch hilfreich.

Zur Diagnose einer Laktoseintoleranz stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Der Arzt kann mithilfe geeigneter Tests nachweisen, ob eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt.

Oft hilfreich: Ein Verzehr-Tagebuch

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie Laktose nicht gut vertragen, kann im ersten Schritt ein Verzehr-Tagebuch sinnvoll sein. Dazu dokumentieren Sie täglich ganz genau, was Sie wann gegessen haben (auch die jeweilige Menge notieren!). Zusätzlich halten Sie fest, wann die Beschwerden auftreten – vermerken Sie auch Art und Intensität der Beschwerden. Auf diese Weise können Sie vielleicht schon feststellen, ob eine Verbindung zwischen Ihren Beschwerden und laktosehaltigen Mahlzeiten besteht. Tipp: Ein Verzehr-Tagebuch eignet sich auch zur Vorbereitung für einen Arztbesuch.

Milchzuckerunverträglichkeit?
Diättest & Expositionstest zur ersten Einschätzung

Als einfacher „Test“, den Sie auch zu Hause durchführen können, kann das konsequente Weglassen laktosehaltiger Lebensmittel über mehrere Tage hinweg hilfreich sein, um den Auslöser der Beschwerden einzugrenzen. Falls die Beschwerden bei dieser sogenannten Auslass-Diät verschwinden, könnte das auf eine Laktoseintoleranz hinweisen. Auch ein Expositionstest kann zum Einsatz kommen: Dafür wird morgens auf leeren Magen ein Glas Milch getrunken. Treten innerhalb von einigen Stunden die typischen Beschwerden auf, könnte eine Laktoseintoleranz vorliegen.*

* Dieser Test kann je nach dem, wie empfindlich der Einzelne reagiert, ausgeprägte Symptome auslösen. Daher ist dieser Test zum Beispiel für Schwangere oder bei Darmerkrankungen nicht zu empfehlen!

Test auf Laktoseintoleranz beim Arzt

Für eine sichere Diagnose kann ein Laktoseintoleranz-Test durchgeführt werden. Hier stehen unterschiedliche Test-Verfahren zur Verfügung:

  • H2-Atemtest
  • Laktose-Belastungstest
  • Gentest

Der H2 –Atemtest wird häufig angewendet und kann schnell durchgeführt werden: Auf nüchternen Magen wird eine Laktose-Lösung getrunken. Im Anschluss daran wird in bestimmten Abständen der Wasserstoffgehalt der Atemluft gemessen. Wird vermehrt Wasserstoff abgeatmet, ist dies ein Hinweis auf Laktoseintoleranz. Denn wenn die Laktose im Darm nicht aufgespalten werden kann, wird der Milchzucker von Bakterien zersetzt - dabei entsteht Wasserstoff, der über die Lunge ausgeschieden wird.

Beim Laktose-Belastungstest wird ebenfalls eine Laktose-Lösung getrunken. Anhand von Blutproben wird die Veränderung des Blutzuckerspiegels gemessen: Steigt der Blutzucker an, kann daraus geschlossen werden, dass die Laktose „ordnungsgemäß“ gespalten und die Zuckermoleküle in die Blutbahn aufgenommen werden. Bleibt der Blutzuckerspiegel dagegen unverändert, weist dies darauf hin, dass die Laktose unverändert in den Dickdarm gelangt und für Beschwerden sorgt.

Mithilfe eines Gentests kann nachgewiesen werden, ob eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz vorliegt. Dieser Test ist vergleichsweise teuer, kann aber in bestimmten Situationen erforderlich sein.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten zur Behandlung der Laktoseintoleranz und lesen Sie unsere besten Tipps bei Laktoseintoleranz.