Option 1: Laktosefreie Ernährung

Bei Laktoseintoleranz besteht die Möglichkeit, gänzlich auf Produkte zu verzichten, die Laktose enthalten. Dieser Weg ist sehr umständlich, denn Laktose ist in vielen Nahrungsmitteln, aber auch zum Beispiel in Zahnpasta und Medikamenten enthalten.

Laktosefrei ernähren: Ein – sicherlich nicht ganz einfacher – Weg, um Beschwerden zu vermeiden.

Bei Laktoseintoleranz löst Milchzucker (Laktose), der über Speisen und Getränke aufgenommen wird, typische Beschwerden wie zum Beispiel Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall aus.

Laktosefrei ernähren: Verzicht auf Milch, Sahne, Joghurt & Co.

Eine Möglichkeit, Beschwerden zu vermeiden, ist daher der Verzicht auf Lebensmittel, die Laktose enthalten. Dazu zählen in erster Linie Milch, Joghurt, Sahne und zahlreiche weitere Milchprodukte. Einen relativ geringen und damit häufig „verkraftbaren“ Laktosegehalt weisen in dieser Liga nur Butter und wenige, ausgewählte Käsesorten auf. Die Konsequenz ist die, dass Betroffene beliebte Gaumenschmeichler wie Latte Macchiato, Lasagne und Pasta mit Sahnesoßen von ihrem Speiseplan streichen müssen, wenn sie keine Laktase-Tabletten verwenden.

Laktosefreie Milchprodukte

Auf Milch & Co. komplett verzichten?

Das muss nicht sein! Denn dank moderner Enzympräparate können auch Menschen, die keine Laktose vertragen, Milch und Milchprodukte wieder unbeschwert genießen.

Zwischenzeitlich sind auch zahlreiche laktosefreie Spezialprodukte erhältlich. So haben viele Hersteller zum Beispiel laktosefreie Milch, Joghurt oder sogar Schokolade im Angebot. Sie stellen zwar eine gute Alternative dar, haben allerdings den Nachteil, dass sie meist recht teuer sind. Hinzu kommt, dass diese laktosefreien Lebensmittel häufig deutlich süßer sind, als das laktosehaltige Original. Der Grund liegt im Herstellungsprozess: Die enthaltene Laktose wird vorab in die beiden Einfachzucker Galaktose und Glukose gespalten, damit auch Menschen mit Laktoseintoleranz ohne Reue zugreifen können. So schleicht sich die entsprechende Süße ein – und auch Geschmacksabweichungen sind keine Seltenheit. Nicht zuletzt ist es mitunter eine echte Herausforderung, die laktosefreien Produkte überhaupt zu erstehen – denn nicht jeder Supermarkt führt sie im Sortiment. Außerdem sind diese Lebensmittel durch die Aufspaltung der Laktose in Glukose (Einfachzucker) und Galaktose, die bereits im Lebensmittel stattfindet, deutlich süßer und schmecken oft anders als herkömmliche Lebensmittel. Hinzu kommt die oft mangelnde Verfügbarkeit im Supermarkt.

Tückisch: Versteckte Laktose

Milch und Milchprodukte meiden – dann ist man auf der sicheren Seite? Weit gefehlt! Damit ist es meistens nicht getan. Denn viele Lebensmittel, die auf den ersten Blick „unverdächtig“ scheinen, können ebenfalls Laktose im Gepäck haben – zum Beispiel Würstchen, Brot, Fast Food und Brotaufstriche. Zwar müssen bei verpackten Lebensmitteln Laktose bzw. Zutaten wie etwa Magermilchpulver deklariert werden, allerdings muss der Gehalt an Laktose nicht ausgewiesen werden. Je nachdem, wie empfindlich der Einzelne auf Laktose reagiert, können also auch solche Produkte Beschwerden auslösen.

Problemfall Restaurant, Fastfood & Co.

Eine große Hürde für viele Betroffene: Was esse ich unterwegs? In Restaurant, Kantine, Imbiss oder auf Reisen kann man nicht immer zweifelsfrei sicherstellen, ob die Gerichte nun Laktose enthalten oder nicht. Gerade dann wird also die laktosefreie Ernährung zur echten Herausforderung. Eine gute Option stellen hier Laktase-Tabletten dar, die im Bedarfsfall kurz vor dem Genuss einer entsprechenden Mahlzeit eingenommen werden und böse Überraschungen vermeidbar machen.